HEALTH FACILITY MGHANGE DISPENSARY
Die Landesleitung OÖ des Österreichischen Roten Kreuzes unterstützt seit rund einem Jahr den Aufbau eines Gesundheitszentrums im District Taita/Taveta in Kenia. In diesem Gebiet, eingebettet in eine Hochebene zwischen den Taita Gebirgszug einerseits und dem Kilimanjaro andererseits, leben die Menschen vorwiegend von Landwirtschaft, Viehzucht und einfachem Handwerk. Die meisten Familien erzeugen die Produkte, die sie zu täglichen überleben brauchen, selbst in kleinen Landwirtschaften. Dennoch gibt es hohe Arbeitslosigkeit und vielerorts Armut. Das Gebiet Mghange wir von vier Stammesgebieten - Nyika, Dawida, Mwaroko und Lushangonyi - gebildet und hat eine Ausdehnung von rund 50 km².
Die rund 16.500 Haushalte, die in diesem Gebiet leben, haben derzeit eine nur sehr gering ausgeprägte medizinische Versorgung, vorwiegend hat man mit Krankheiten wie Malaria, Keuchhusten, Diarhoea, Wurm- und Hauterkrankungen zu kämpfen.
Eine wesentliche Unterversorgung gibt es vor allem im Bereich der Geburtshilfe und der Versorgung von Neugeborenen und deren Mütter. Vor diesem Hintergrund ist im Rahmen dieses Projektes geplant ein Gesundheitszentrum zu errichten, das speziell im Bereich der Geburtshilfe einen Schwerpunkt findet. Dazu zählen vor allem Behandlungsräume, eine kleine Entbindungsstation, sowie einige Zimmer, in denen die Mütter nach der Entbindung ausruhen können, bevor diese wieder die oft tagelangen Fußmärsche in die entlegenen Heimatdörfer anstreben.
Ein zweiter Bereich des Projektes beschäftigt sich mit der Ausbildung von Krankenschwestern und Hebamen, die dann im Gesundheitszentrum arbeiten werden. Hierzu ist geplant in der ersten Phase 10 keniatische Mädchen nach Oberösterreich, genauer in den Bezirk Vöcklabruck zu holen, wo diese in einer Kooperation zwischen Jugendrotkreuz, dem Bezirk Vöcklabruck und dem Krankenhaus Vöcklabruck, zu Krankenschwestern ausgebildet werden.
Nach abgeschlossener Ausbildung und Rückkehr nach Mghange werden die Mädchen ihr Wissen vor Ort an Helferinnen weitergeben und so das Team des Gesundheitszentrums langsam aufbauen. Wesentlicher Teil der Arbeit vor Ort wird es im Weiteren sein, werdende Mütter im Gesundheitszentrum auch über die Schwangerschaft sowie Verhütungsmöglichkeiten zu informieren.