Internationale Friedensdekade 2001-2010

Die UNO Generalversammlung erklärte im Dezember 1997 auf Antrag der UNESCO das Jahr 2000 zum 'Internationalen Jahr für eine Kultur des Friedens und der Gewaltfreiheit' und beschloss einstimmig im November 1998, auf Antrag aller FriedensnobelpreisträgerInnen, die Jahre 2001-2010 zur "Internationalen Dekade für eine Kultur des Friedens und der Gewaltfreiheit für die Kinder dieser Welt" zu erklären.

In diesen Jahren sollen in allen Bildungseinrichtungen, im Bereich der Kunst, der Wissenschaft, der Wirtschaft, in den Kirchen aller Konfessionen und in humanitären Organisationen wegweisende Schritte gesetzt werden zum Aufbau einer Gesellschaft, die gemeinsam intensiv nach neuen Wegen aus der Gewaltspirale sucht.

In den Familien, den Schulen und allen Institutionen, die sich der Kindererziehung widmen, soll bereits mit den Kleinsten Aggression thematisiert, gewaltfreier Umgang miteinander eingeübt und Selbsterkenntnis verbunden mit Wertschätzung und Liebe für sich und den anderen erarbeitet werden. Der Methode der Mediation wird dabei besondere Bedeutung zukommen.

Jaques Delors - Präsident der Europäischen Union von 1985-1995 - regte an, als Unterrichtsfach "Learning to live together" einzuführen.

Wissenschaft und Kunst sind aufgerufen, unermüdlich auf den tiefen Zusammenhang zwischen der Entfaltung des Unterbewusstseins und dem späteren Handeln des Menschen hinzuweisen, um der Psyche des Kindes Schutz vor negativen Einflüssen jeglicher Art, vor pornographischen und gewalttätigen Darstellungen in TV, Kino, Comics, Büchern u.a.m. zu bieten.

Aber auch die Wirtschaft ist gefordert, sich ihrer Verantwortung verstärkt bewusst zu werden und jede Form der Unterstützung von Gewalt in Zukunft zu unterbinden.

Denn die Möglichkeiten zu gewaltfreiem Handeln sind genauso in uns Menschen angelegt, wie die der Gewalt, aber sie müssen auf allen Ebenen aktiviert, gefördert und umgesetzt werden.

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Wir wollen am Aufbau einer globalen Welt mitwirken, die sich von der Unkultur des Egoismus zu einer Kultur des Zusammenlebens hin entwickelt in der -bei allen Unterschieden von Völkern und Ethnien- das Gemeinsame im Vordergrund steht.

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Wir wissen um den Wert der Prävention: Was zur Reduktion von Gewalt beiträgt, gibt dem Zusammenleben der Menschen eine neue Qualität und spart der 'öffentlichen Hand' erhebliche Kosten u.A. im Bereich der Justiz, der Verwaltung, der Medizin.

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Wenn wir nicht heute beginnen, an einer 'besseren Welt' zu bauen, werden weltweit die Kinder dieser Welt weiterhin die am stärksten Leidtragenden bleiben.